Der Verein

In der Vergangenheit bezweckte man die berufständische und gemeinnützige Förderung der forstlichen Interessen seiner Mitglieder, insbesondere die Wahrung ihrer Eigenständigkeit in allen forstlichen Wirtschaftsmaßnahmen und der Verpflichtung zu einer waldpfleglichen und ertragsteigernden Bewirtschaftung der Waldbestände.

Zu diesen Aufgaben des Vereins zählen insbesondere:

Neue Herausforderungen

Die Holzernte und der Holzverkauf, abgesehen von einem geringen Umfang der von den Waldbesitzern selbst durchgeführt wurde, erfolgten über die Einheitsforstämter. Durch fortschreitende Globalisierung auf den Holzmärkten, wurde von unseren Mitgliedern infolge des kleinstrukturierten privaten Waldbesitzes zunehmend Dienstleistung und Technologie gefordert. Bereits in der Festschrift zur Fünfzigjahrfeier des Waldbauvereins Bitburg, die vom Vorstand herausgegeben wurde, heißt es:

„Als Waldbauverein müssen wir uns mehr als Dienstleister verstehen und unseren Mitgliedern einen breiter werdenden Service anbieten. Dabei gewinnt eine professionelle praktische Waldbewirtschaftung, Holzerfassung von Holzsortimenten, die vom Markt gefragt werden und deren Vermarktung zunehmend an Bedeutung. Zwangsläufig werden somit Information und Kommunikation eine Zentrale Aufgabenstellung erlangen. Dies ist unser Bestreben, um auch zukünftig bei steigender Nachfrage unseren Mitgliedern und den Forstämtern ein kompetenter Ansprechpartner zu sein.“

Dabei war man sich innerhalb des Vorstandes bewusst, dass eine Umstrukturierung des Vereins in diese Richtung nicht leicht sei. Es fehlte an dem erforderlichen Datenmaterial über den Privatwald in unserem Vereinsgebiet, dem notwendigen Fachpersonal und an der Finanzierung haperte es. In der Auftaktveranstaltung 'Sensibilisierungskampagne Eifelholz' im Rahmen von REGIONEN AKTIV-Land gestaltet Zukunft, war feststellbar, das die Waldbesitzer, das Holzverarbeitende Gewerbe und viele Entscheidungsträger aus unserer Region an einer Verstärkten Holznutzung und Wertschöpfung interessiert waren.

Viele Gespräche mit Waldbesitzer, Behörden, Dienstellen und Organisationen wurden geführt aber an Finanzierungsmöglichkeiten fehlte es. Als der Arbeitssuchende Diplomforstwirt und Assessor des Forstdienstes, Elmar Franzen, sich bei uns um eine Stelle bewarb schöpften wir erneut Hoffnungen. Er hatte Erfahrung in der Privatwaldbewirtschaftung, stammte aus unserem Vereinsgebiet und war bereit ehrenamtlich die Geschäftsführung des Waldbauvereins zunächst kommissarisch zu zum 1. Dezember 2004 zu übernehmen und wurde in der Mitgliederversammlung am 15.02.2005 in den Vorstand gewählt.

Auf Grund seiner Fachkenntnisse und Erfahrung kam er bald zu dem Ergebnis das Waldinventur unumgänglich sei, um unseren Zielen näher zu kommen. Dies wurde uns auch von Professor Dr. Dr. Gero Becker von der forstwissenschaftlichen Fakultät der Universität Freiburg bestätigt. Mit seiner Unterstützung bemühten wir uns um eine Förderung im Rahmen von REGIONEN AKTIV - Land gestaltet Zukunft, die uns bewilligt wurde. Somit konnte das Projekt 'Erstellung eines regionalen Katasters für Waldenergie- und Nutzholz'. durcheführt werden.

Der Vorstand
Historie des Waldbauvereins
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