Kataster für Waldernergie- und Nutzholz

Kurzbeschreibung des Projektes

Die Ergänzung und mittelfristig der teilweise Ersatz von fossilen Energieträgern durch erneuerbare, alternative Energien und Förderung der Nutzholzverwertung ist erklärtes Ziel der internationalen und nationalen Politik. Es besteht Einigkeit darüber, dass die energiepolitische Wende nur durch konkretes Handeln auf regionaler und lokaler Ebene erreicht werden kann.

Im Rahmen von REGIONEN AKTIV wurde durch das Saar-Lor-Lux Umweltzentrum des Handwerks Trier im Jahr 2003 die Rolle der alternativen Energien in der Eifel abgeschätzt.

Im Endergebnis kam man zu dem Schluss, dass vor allem regenerative Energieträger in Form von Biomasse einen entscheidenden Anteil an einer regenerativen Energiewende haben können. Dabei geht man davon aus, dass vor allem der Wald mit den nachhaltig erzeugten Holzmengen ein bereits heute vorhandenes und jederzeit nutzbares Energiepotential darstellt. Dieses liegt in der Eifel in einer Größenordnung von ca. 150000 Mwh/a.
Dabei ist jedoch zu beachten, dass es sich dabei um eine "abstrakte" Potentialschätzung handelt. Diese mündet nicht zwangsläufig in einer tatsächlichen erfolgreichen regionalen Bereitstellung von Energieholz. Um dieses Potential wirklich nutzbar zu machen bedarf es einer Lokalisierung der Energie- und Nutzholzreserven in den Waldbeständen mit den jeweils gegebenen Gelände-, Bestands- und Besitzverhältnissen. Dabei muss die jeweilige Technik zur Nutzung des Energieholzes berücksichtigt werden.
Um die Reserven konkret zu nutzen muss zudem die Information der Waldeigentümer über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Nutzung verstärkt werden. Vor allem müssen sie bereit sein, die Energieholznutzung selbst durchzuführen bzw. durch andere durchführen zu lassen.

Diese Mobilisierung und der konkrete Nachweis einer gesicherten Holzversorgung soll durch das Energie- und Nutzholzkataster erreicht werden. Dabei zeigen zahlreiche Energieholzprojekte in ganz Deutschland, dass der eigentliche Engpaß zur praktischen Umsetzung von Energieholzprojekten in der Mobilisierung der Potentiale liegt.

Erstellung des Waldkatasers

Denn vor konkreten Investitionen in Holzenergieanlagen fordern sowohl zukünftige Betreiber als auch finanzierende Banken und Institutionen konkrete Aussagen zu einer mittelfristig gesicherten Holzversorgung.
Ohne diese Zusagen scheitern ansonsten förderungswürdige Holzenergieprojekte. Durch die Erstellung eines Energie- und Nutzholzkatasters ist die Nennung konkreter Nutzungsmöglichkeiten und damit die Sicherung vorgenannter Projekte möglich.

Das Projekt wurde aus Mitteln des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Modellvorhabens 'Regionen aktiv - Land gestaltet Zukunft' finanziert.

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